Also bei meiner Krankenversicherung läuft das so: Geht Post an die Versicherung (z.B. Leistungsanträge o.a.), wird diese dort eingecannt und im internen Dokumenten-Management gespeichert. So ist die physische Post natürlich wesentlich besser weiterzuverwenden – Rückfragen zu einem Brief kann jeder Mitarbeiter der Gesellschaft ohne den Gang zum physischen Aktenschrank beantworten, von jedem Ort, der mit dem Intranet verbunden ist. Die toten Bäume wandern anschließend in modrigen Pappkartons in irgendeinen abgelegenen Winkel oder werden gleich recycled. Web.de verfährt afaik genauso – Ich finde so etwas toll.
Verfährt man als Privatmann oder Selbstständiger nach einem ähnlichen Verfahren, dürfte dies mehr Zeit kosten als es spart. Schade eigentlich.
Doch halt: Es gibt jetzt “Remote Control Mail” aus den USA. Die scannen eingehende Umschläge ein, die man per Web begutachten kann. Vom Benutzer ausgewählte Umschläge werden geöffnet und der Inhalt gescannt. Auf Wunsch werden die Sendungen auch physisch verschickt. Nicht (mehr) benötigte Post kann geschreddert oder recycled werden… Kosten tut das Ganze mindestens 10 Dollar pro Monat
Natürlich kann und sollte man nicht seine gesamte Post an diese Adresse schicken lassen – was soll eine Urlaubskarte in meinem Dokumenten-Management und was geht fremde Menschen mein Steuerbescheid an. Aber als “Zweit-Anschrift” für Einträge im Whois, Registrierung bei irgendwelchen on-/offline-Diensten o.ä., sicherlich sehr gut (löst bei diesem Ansatz aber nicht das ursprüngliche Problem, sämtliche Geschäftspost digital zu erfassen).
In Deutschland könnte es bald auch so etwas geben, nämlich von der Firma, die sich auf einen Markenstreit mit Google eingelassen hat und dabei gewann. Naja, könnte…
Trotzdem kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass RemoteControlMail der einzige derartige Anbieter ist…
[via WebWorkerDaily]
Update: Hierzulande versuchen sich wohl noch Pegasus Print&Mail, paper2mail und die Deutsche Post selber an so einer Lösung. In Amiland gibt es wohl noch PaperlessBox und mich würde auch nicht wundern, wenn die weltweiten Franchiser von MBE sowas auch könnten…