“Ist das gut oder schlecht?”
Monday, October 30th, 2006Gerade rief die “outbound Tarif-Abteilung” der T-Com an, um meine Telefonkosten zu sparen. Privat habe ich eine Telefonieflatrate beim rosa Riesen, die für meinen Unternehmensanschluss natürlich nicht gilt (nach damaligem Vertragsstand). Nachdem ich der naiven Dame meine Telefonkosten kommuniziert habe, und auch der Angestellten der T-Com erklärt habe, dass ich die Flat schon längst hätte, wenn man mich gelassen hätte, antwortete sie, dass es schade wäre, dass ich so viel bezahle. Auf meine Nachfrage, ob ich künftig einfach weniger an die T-Com überweisen solle, wurde sie pampig: “Nein, natürlich nicht”…
Na gut, irgendwann verstand sie mein Problem und erklärte mir, dass die Flat nun auch für Geschäftskunden zur Verfügung stünde, ich müsse aber meinen Internetanschluss kündigen und zur T-Com kommen. Da mir aber bei meiner 2000er Leitung ein doppelter Upstream eingeräumt wird, fragte ich nach, wie hoch der Upstream bei der T-Com wäre.
Sie wusste nicht, was Upstream bedeutet.
Ich erklärte es ihr. Sie fragte ihren Teamleiter, natürlich, ohne den Hörer lautlos zu stellen.
Sie: “Wie hoch ist der Upstream (sie konnte das Wort nun aussprechen, Anm.) bei 2000?”
TL: “256″
Sie: “Ist das gut oder schlecht?”
“Hören Sie?”, fragte sie mich. Ein “haha, ja, schon die ganze Zeit” konnte ich mir gerade noch verkneifen. Mehr geht nicht. “Dann möchte ich nicht wechseln”, gab ich ihr zu verstehen. Ob ein hoher Upstream denn für mich wirklich so wichtig wäre, wollte sie wissen. Ja, sagte ich, wir sind eine Internetagentur, wir brauchen so was. Sie verstand. Aber dafür hätte die T-Com ja noch ein “E-Mail-Komplett-Paket” und ein “Sicherheitspaket”. Was das wäre, wollte ich wissen. Antwort: “Keine Ahnung”.
Nachdem ich sie dann fragte, wie sie auf die Idee käme, mir etwas anzubieten, von dem sie nicht weiß, was es ist und trotzdem beurteilen könnte, dass ein E-Mail-Paket besser ist als ein Upstream (ihre Wortwahl), beendete ich das Gespräch.
Beim nächsten Mal schicke ich eine Kostennote zur Verrechnung mit meiner nächsten Rechnung. Bäh!