Das Web 2.0 und NeuRungen

Ralf ist auf der Suche nach einer neuen Killerapplikation in den Weiten des Web 2.0.

Dass Ralf nach flickr, delicoius, last.fm und YouTube nichts neues findet, verwundert nicht. Schließlich ich das Internet ein Übertragungsmedium für Informationen
Aber gibt es ja eigentlich “nur” Text-, Bild-, Audio- und Video-Informationen.

  • Video ist Web 2.0-kompatibel mit YouTube abgebildet, neuere Dienste erlauben sogar den Online-Schnitt.
  • Bilder sind entsprechend bei flickr und
  • Audio bei last.fm

Blieben noch Text-Informationen. Nachrichten findet man bei digg, Bookmarks bei deli, Regionales by QYPE.

Benutzer-Zu-Benutzer-Interaktion (im Sinne einer 1:1-Beziehung) bieten Google Mail, Skype und ebay. Webshop-Produkte können bei Amazon bewertet werden.

Achja, Leute zanken mit firmeninternen Rund-Mails (in diesem Falle weltweites Rund-Web 2.0-Rund-Bashing) á la “Liebe Kollegen, wer mich sucht, ich bin während der nächsten 5 Minuten auf dem Klo”, kann jetzt Twitter. Aber ob – mit oder ohne Web 2.0 – Informationen wie ” wakes up and smells the coffe” so nützlich sind, weiß ich auch nicht.

Selbst “user generated wlan” gibt es schon bei Fon.

Alles alter Käse?

Eigentlich schon. Schließlich sind so ziemlich alle Anwendungen, die Informationen handlen, im Netz verfügbar. Manche sogar mit einer “sozialen” Komponente.

Und die zweite und dritte Komponente der Fähigkeiten eines Computers gibt es auch schon Web 2.0-kompatibel: Spielen und Porno gucken.

Man kann natürlich hingehen und die Haussportart der Programmierer im Web 2.0 Umfeld betreiben: Mashuppen und aggregieren. So wird irgendein B- oder C-Promi in einem Restaurant in Buxtehude gesichtet, das wird bei QYPE berichtet, jemand erstellt ein Interview, podcasted es, ein anderer läd’ ein Video von dem Restaurant bei Youtube hoch und die Überwachungskamera der Restaurant-Toilette läd die Promi-Bilder direkt bei flickr hoch. Und in Google Maps werden all diese Links angezeigt. Und über diesen neuen Dienst berichtet Digg. Super! Fertig ist die neue Web 2.0-Anwendung.

Aber verloren ist damit die ganze Idee sicherlich nicht. Sogenannter User generated Content kann meiner Ansicht nach in neuen Formen und in der Vielfalt der individuellen Kreativität auch selbstorganisiert stattfinden, wie zum Beispiel in Form von United Vloggers (”quality stuff, things that I like”).

Oder aber, wir drehen den Spieß einfach um und fragen nicht “Oder Du, verehrte Leserin, verehrter Leser, sagst mir nun, was der nächster Brüllr 2.0 ist. Wo soll ich mich anmelden?”, sondern: “Was, verehrte Leserin, verehrter Leser, vermisst du im Web 2.0?”. Selber anpacken beim Programmieren neuer Applikationen – das ist user generated content in a user generated application!

Auf zu neuen Ufern!

Leave a Reply